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Bert Wallace:

Bert WallaceBert Wallace (urspr. Wallach) wuchs in der Weimarer Republik als Sohn einer jüdischen Familie auf, die seit der Reformationszeit im Hessischen ansässig war; sein Vater besaß eine größere Gemischt­waren­handlung. Nach der Machtübernahme der Nazis konnte Bert Wallace 1934 nur noch unter schwerster Drangsalierung in Fulda das Abitur ablegen und versuchte dann, nachdem ihm wegen seiner jüdischen Herkunft Studium und sogar eine Lehre verwehrt worden waren, als "Praktikant" den Beruf des Werkzeugmachers zu erlernen. Zwischen 1934 und 1938 war er führendes Mitglied jüdischer Jugend­organisationen (v. a. der Habonim) in Fulda, Karlsruhe und Hamburg. Auf Druck der Nazis immer wieder selbst als Praktikant entlassen, ständig überwacht von der Gestapo, immer schärferer Verfolgung ausgesetzt, entging er mehrfach nur haarscharf Verhaftung und Konzentrationslager. Erst im Frühjahr 1939 flüchtete er nach England und entrann so in allerletzter Minute dem Schicksal seiner zurückbleibenden, in den folgenden Jahren ermordeten Angehörigen und Freunde. Bert Wallace emigrierte weiter in die USA, wo er eine Ingenieursausbildung nachholte und sich eine Existenz aufbaute. Er lebte bis zu seinem Tod am 11. Juni 2005 in New York.


Bei Ahriman erschienen: Ketzerbriefe 79: Bert Wallace – Der Sturm zieht auf

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