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Ervin Varga:

Ervin VargaErvin Varga gehörte zur letzten jungen Generation des ungarischen Judentums vor dessen Vernichtung durch die deutschen Faschisten und ihre ungarischen Kollaborateure. Er besuchte das Jüdische Gymnasium in Budapest, damals die wohl beste Schule Ungarns, und wuchs auf im Ambiente des wirtschaftlich erfolgreichen und geistig aktiven jüdischen Bürgertums der ungarischen Hauptstadt, dessen nicht selten Weltniveau erreichende Leistungen in seiner Familie einer seiner Onkel, der bedeutende neurologische Forscher Hugo Richter, verkörperte. Aus dieser Perspektive erlebte er als Kind und Jugendlicher die immer bösartiger werdende Umgebung des Horthy-Regimes, das als neuer Vasall Hitler-Deutschlands gehorsam von der Entrechtung der Juden zu ihrer planmäßigen Ermordung überging. Als Neunzehnjähriger wurde Ervin Varga 1944 in eines der berüchtigten Zwangs­arbeits­lager für Juden eingewiesen und schließlich in das Todeslager Hidegség in Westungarn deportiert, wo er als einer der ganz wenigen Überlebenden im Frühjahr 1945 von der Roten Armee befreit wurde. Schwer krank und völlig entkräftet, gelang ihm die Rückkehr nach Budapest. Seine Freundin sowie die meisten seiner Angehörigen, Freunde und Bekannten waren inzwischen ermordet worden. Varga studierte Medizin in Budapest und wurde Facharzt für Neurologie; er ließ sich später in den USA nieder und lebt heute in der amerikanischen Universitätsstadt Princeton.


Bei Ahriman erschienen:
Ketzerbriefe 95: Ervin Varga – Requiem für Sternträger



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