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Karlheinz Deschner:

Karlheinz DeschnerDr. phil. Karlheinz Deschner (1924–2014) studierte Literatur­wissenschaft und Philosophie; er war Träger des Arno-Schmidt-Preises, des Alternativen Büchner­preises und des International Humanist Award. Deschner war einer der wenigen Autoren, die sich in der klerikalen Finsternis des Adenauer-Regimes und dessen Nachgeburten den kirchlichen Selbstdarstellungslügen mutig entgegenstellten und die Taten der organisierten Religion konsequent an deren Forderungen an ihre Anhänger maß; durch sein umfangreiches, diese Frage­stellung mit Tausenden von Belegen durch die Jahrhunderte verfolgendes Buch »Abermals krähte der Hahn« erwarb er große Bekanntheit und gab vielen seiner im staatlich geförderten Weihrauch­gestank erstickenden Zeitgenossen Hoffnung auf eine bessere Zeit. Die Rache des Regimes ließ nicht auf sich warten: es hetzte seine Justiz auf ihn (»Gotteslästerung«), und nur seine inzwischen erreichte Popularität bei den Besten seines Landes und vieler des Auslands schützte ihn vor deren Schergen. Zahlreiche weitere kirchenhistorische Werke folgten, die durch ihre Tatsachen­gebundenheit statt ideologischen Professoren­gehorsams wertvoll sind; sein durch die eigene Verfolgung angeregtes 10bändiges Hauptwerk »Kriminal­geschichte des Christentums« vollendete er ein Jahr vor seinem Tod. Mit seiner ungeschminkten Darstellung des US-Imperialismus »Der Moloch« hat es sich Deschner zwar auch mit dessen Jubel­persern und nicht nur dem Gepfaff allein verdorben, aber dadurch auch den Opfern weltlicher Gewalt, unstrittig der stärksten und daher gefährlichsten der Welt, eine Orientierungsmöglichkeit geschaffen, die ihnen die gleich­geschalteten Medien vorenthalten.


Bei Ahriman erschienen:
Zum Tode Deschners – persönliche Erinnerungen von Fritz Erik Hoevels: Ketzerbriefe 187


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