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Alexander Dorin

Alexander Dorin - In unseren Himmeln kreuzt der fremde Gott

In unseren Himmeln kreuzt der fremde Gott

Verheimlichte Fakten der Kriege in
Ex-Jugoslawien (Kroatien, Bosnien und Kosovo)

Über den Autor

Herausgegeben und mit einem Vorwort versehen
von Peter Priskil


2. Auflage
373 S., 111 Abb., 15 Faks., 3 Übersichtskarten,
mit Namens- und Ortsregister
EUR 22,50

ISBN: 978-3-89484-814-9
(ISBN-10: 3-89484-814-6)
1. Auflage erschienen 2001, 2. Auflage 2012

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Inhalt:
  • Vorwort zur 2. Auflage von Peter Priskil
  • Einleitung
  • Der Erste Weltkrieg
  • Der Zweite Weltkrieg
  • Die Zeit zwischen 1946 und 1990
  • Die Geschichte wiederholt sich
  • Die Geschichte der unbestraften Verbrechen
  • Die Kristallnacht von Zadar
  • Das Massaker von Gospić
  • Pakračka Poljana, Geständnis eines Massenmörders
  • Das Miljevci-Plateau
  • Ravni Kotari
  • Blutiger September in Lika
  • Der Exodus aus West-Slawonien
  • Die Endlösung der Serbenfrage in Kroatien
  • Gefangenenlager in Kroatien
  • Das Schweigen der Medien
  • Rufmord auf Bestellung
  • Das bosnische Drama und der Wolf im Schafspelz
  • Granatenanschläge gegen Zivilisten
  • Der amerikanische Traum von der globalen Macht
  • Der Kampf gegen die neue Weltordnung
  • Die ersten Massaker in Bosnien
  • »Massenvergewaltigungen«
  • Das Bild, das die Welt zum Narren hielt
  • Ethnische Säuberungen
  • Der Mythos von Srebrenica
  • Goražde
  • Der Dichter, der zum Monster wurde
  • Der deutsche Vorstoß auf den Balkan
  • Das Kriegsverbrechertribunal in Den Haag
  • Kosovo – die letzte Schlacht?
  • Der NATO-Überfall auf Jugoslawien 1999
  • Nachwort
  • Anhang: Dokumentation des Verfahrens wegen
    »Wehrkraftzersetzung« gegen den Bund gegen Anpassung
  • Ortsregister
  • Namensregister


»Der Leser muß sehr starke Nerven bereit halten, wenn er dieses Buch zur Hand nimmt. Alexander Dorin, ein Schweizer, trug Fakten zusammen, die bisher verheimlicht bzw. gefälscht wurden. (...) Ein beklemmendes, aber wichtiges Buch.«
Neues Deutschland


»Eine beeindruckende Analyse über die manipulative und falsche Berichterstattung grosser Medienblätter, basierend auf der westlichen und pro-amerikanischen Pressearbeit während des Kosovo-Kriegs im Frühling 1999. (...) Dieses Buch steht denn auch nicht zuletzt für einen Apell an die menschliche Vernunft, sich immer selber ein Urteil über bestimmte Vorgänge in der Welt machen zu müssen und in der Auswahl der Information jeweils sehr vorsichtig zu sein.«
Der Schweizer Demokrat


»Eine wertvolle Zusammenstellung, klug präsentiert und kommentiert!«
Klaus v. Raussendorff, Bundesausschuß Friedensratschlag (zur Erstauflage)


»Alexander Dorin hat für den deutschen Leser Pionierland erschlossen. Ich habe viel Neues erfahren.«
Jürgen Elsässer, Buchautor und KONKRET-Redakteur


»Wer die jugoslawische Tragödie verstehen will, kommt nicht umhin, sich mit Fakten zu beschäftigen, die in unseren Medien überhaupt nicht oder nur völlig entstellt Niederschlag gefunden haben. Alexander Dorin hat solche Fakten gesammelt, schlüssig belegt und scharfsinnig in einen Zusammenhang gestellt. Was bleibt, ist die Erbitterung über das unsagbare Elend, das verbrecherische Politiker des Landes Hand in Hand mit ebenso verbrecherischen Kriegstreibern in den westlichen Staaten über die Völker Jugoslawiens gebracht haben. Und es bleibt die empörende Erkenntnis, dass unser vielgepriesenes Medienzeitalter ein bislang unbekanntes Mass an Desinformation ermöglichte.«
Kurt Köpruner (Autor des Buches »Reisen in das Land der Kriege«)



»Von den weltpolitischen und historischen Hintergründen bis hin zur akribischen Dokumentation der Verbrechen in der Krajina, Bosnien und auf dem Amselfeld spannt sich der Bogen dieses Zeugnisses des unerhörten politisch-medialen Betruges und der menschlichen Tragödie. (...) Zur Pflichtlektüre wird dieses Buch für diejenigen, die sich mit der Krise auf dem Balkan in ihrer Gesamtheit beschäftigen.
FAZIT: Diese Monographie zum Balkan-Konflikt ist in ihrem gelungen allumfassenden analytischen Anspruch im deutschsprachigen Raum bisher einzigartig. Die erweiterte zweite Auflage ergänzt das Buch um die Kosovo-Problematik.«
Aleksej Twerdohlebow in amselfeld.com




Vorwort


Über ein Jahrzehnt ist seit der überarbeiteten Neuauflage dieses Werkes vergangen – und was für ein Jahrzehnt! Viele der hier aufgeführten Protagonisten leben nicht mehr. Zwei von der NATO in Amt und Würden gebombte Quislinge – der Moslem Alija Izetbegović, der mit Hilfe arabischer Fanatiker in Bosnien-Herzegowina einen Heiligen Krieg gegen die Serben führte, dessen Greuel einen Vergleich mit jenen der Handschar-Division, den moslemischen Hilfstruppen Hitlers, nicht zu scheuen brauchen, und sein Kollege im Geiste, der Katholik Franjo Tudjman, der die Nachfolge der klerikalfaschistischen Ustascha in Kroatien antrat und der öffentlich seine Erleichterung bekundete, weder mit einer Serbin noch mit einer Jüdin verheiratet zu sein – diese beiden Marionetten an den Fäden des US-amerikanischen Strippenziehers sind eines friedlichen Todes in Freiheit gestorben. Ihr Antagonist, der von den Westmedien verteufelte Serbe Slobodan Milošević, der Präsident Restjugoslawiens, fiel in Den Haag, wohin die Siegermächte ihn verschleppt hatten, einem Gefangenenmord durch gezielte Fehlmedikation zum Opfer. Der nicht minder dämonisierte Radovan Karadzić, Führer der bosnischen Serben, Arzt und Poet, sieht seinem langsamen Sterben in denselben Mauern entgegen, desgleichen der schwerkranke, halbgelähmte General Ratko Mladić und mit ihm viele weitere, fast namenlos Gewordene, die lebendigen Leibes vor allem in skandinavischen Gefängnissen verrotten, weil eine völkerrechtswidrige, vom damaligen deutschen Außenminister Klaus Kinkel installierte Siegerjustiz sie in Willkürurteilen zu lebenslanger Wegschließung verdammte.
Glaubt man der Propaganda, waren die inhaftierten Serben alle »Faschisten«, und das sozusagen von jeher gewesen. Seltsam, daß Hitler sie dann überfallen hatte! Vom Hohenzollern Wilhelm II. und seinem habsburgischen Pendant führt über Hitler bis zu den US-Präsidenten der Gegenwart bezüglich des Balkans eine gerade, ununterbrochene Linie. Nur daß dem »GröFaZ«, dem »größten Feldherrn aller Zeiten«, wie Hitler sich selbst betitelte, der sowjetrussische Brocken quer im Halse stecken blieb, so daß er daran verreckte und auch Jugoslawien mit seinem Auschwitz-analogen Vernichtungslager Jasenovac, das er seinem päpstlichen Verbündeten einzurichten gestattete, aus den Klauen lassen mußte. Als Kriegsverlierer wurde Hitler zu Satan; wie jener soll er urplötzlich vom Himmel gefallen sein, um nach einem kurzen, aber blutrünstigen Intermezzo in schwefligen Höllenschlünden zu verschwinden. Als Avatar des Undenkvollen, Inkommensurablen wird er allerdings heute noch gerne zu Propagandazwecken herangezogen (»Saddam = Hitler«, so lautete das von Hans Magnus Enzensberger designte und von ›Spiegel‹ und ›Stern‹ in die Welt hinausposaunte süffige Propagandakürzel).
Was Hitlers kurzes, aber verheerendes Erdenwirken anbelangt, so läßt sich von seinen US-amerikanischen Nachfolgern leider nicht dasselbe sagen. Sie verschluckten sich nicht an der Sowjetunion, sondern zerhackstückten sie, nachdem sie sie mit punktgenauen, d. h. ihr selber auch bei Masseneinsatz nicht schadenden atomaren Erstschlagsraketen (Pershing II und Marschflugkörpern), denen die Sowjetunion nichts auch nur annähernd Gleichwertiges entgegenzusetzen hatte, umzingelt und ihre winselnde Kapitulation erzwungen hatten. Das von Kurzsichtigen und willig Blinden so töricht bejubelte »friedliche« Ende des Kalten Krieges war ausschließlich Gewaltresultat, ein mit militärischen Mitteln herbeigeführter »staubloser« Sieg über einen von vornherein geschwächten Gegner, ein Sieg auf den Leichenbergen von Millionen Japanern (die Atommassaker von Hiroshima und Nagasaki dürfen nie in Vergessenheit geraten!), Koreanern, Vietnamesen, Indonesiern, Afrikanern, Mittel- und Südamerikanern ... Aber nie und nimmer war das Ende des Kalten Krieges – wie das Lehrerlein quasselt und der Professor doziert – Folge irgendeiner ominösen Überlegenheit ominöser »Werte«, also nüscht wie »Marktwirtschaft & democracy«. Nein: im Unterschied zu Hitler haben die US-Präsidenten ihre entscheidenden Kriege einfach gewonnen, leider, denn sie hatten Reserven, and that makes the difference. Weist man hingegen auf die weitgehende, vor allem: antikommunistisch-expansive Strukturidentität zwischen dem hitlerdeutschen und dem US-amerikanischen Imperialismus hin (mit der einzigen Ausnahme des Völkermords an den Juden, denen die amerikanischen Calvinisten näher stehen als der Katholik Hitler, der die altehrwürdige Tradition der Scheiterhaufen mit den Mitteln der industriellen Massenvernichtung fortführte) – dann ist man schon selbst ein »Faschist«. Das geht heute schnell: »Faschist« ist, wer unter Hitler ins KZ gesteckt worden wäre, wie eben die Serben oder – in homöopathischen Dosen gibt es sie noch – aufrichtige Antiimperialisten und Verfechter der nationalen Selbstbestimmung, auch der religiösen Toleranz im Sinne Voltaires und der authentischen Menschenrechte von 1789, welch letztere jetzt als Phrase zur Rechtfertigung militärischer Überfälle und der Besetzung schwacher, wehrloser Länder herhalten müssen. Es stimmt schon, was vor einiger Zeit auf Aufklebern hier und da zu lesen war:

Der Adolf hatte was verpennt –
Er war kein Ami-Präsident!

Mit dem würdelosen Untergang der Sowjetunion war das Schicksal der Sozialistischen Republik Jugoslawien (und nach ihr vieler anderer Länder) besiegelt. Das »Verbrechen« der Serben bestand einzig, damals wie bis vor kurzem, in ihrem Beharren auf Souveränität, die sie heroisch, aber vergeblich bereits auf dem Amselfeld gegen die Türken zu behaupten versuchten, im Gegensatz zu ihren katholischen (ehemals zwangskonvertierten habsburgischen) und moslemischen (ehemals zumindest häufig von osmanischer Seite zwangsislamisierten) Nachbarn. Der US-Imperialismus setzte sein Brecheisen an den religiösen – nicht »ethnischen«, denn Süd-Slawen sind sie alle! – Antagonismen des konfessionell durchmischten Landes an, dessen Bewohner unter Tito noch in leidlicher Eintracht zusammenlebten. Das imperialistische divide et impera entfachte den Bürgerkrieg, den Rest besorgte die Bomberflotte der NATO, ein paar sorgfältig präparierte Quislinge, von denen wir zwei einleitend kennengelernt hatten, setzten den häßlichen Schlußpunkt.
Die letzten zehn Jahre: sahen die imperialistische Endlösung der Serbenfrage, von Alexander Dorin hier akribisch in ihren einzelnen Stationen vorgeführt, ohne dabei in propagandistische Tretminen zu geraten. Diese werden hier vielmehr entschärft und lügentriefende Propagandasümpfe trockengelegt. Der Verfasser tut dies mit der Seriosität und Unerschrockenheit, die auch seine jüngsten Publikationen zu Srebrenica auszeichnen und deshalb ein erhebliches Wutgeheul der NATO-gesteuerten Medien, inklusive bösartiger Denunziationskampagnen, auslösten. Der Leser sei diesbezüglich auf die entsprechenden Bücher und Film-Dokumentationen der entsprechenden Vorträge und Interviews verwiesen.
Die letzten zehn Jahre: sind auch der Zeitraum fortgesetzter Verfassungsbrüche in Deutschland, namentlich des Artikels 26 Grundgesetz, auf den die deutschen Regierungen seit SPD-Schröder und Grünen-Fischer mit der deutschen Militärbeteiligung an der elfwöchigen Bombardierung Jugoslawiens gekackt und damit Hochverrat begangen haben. Man erkennt die Etikettenschwindel betreibende »Linke« vor allem daran, daß sie diesen Tatbestand nie in dieser Eindeutigkeit benennt, statt dessen mit den Urhebern dieses Verfassungsbruchs parlamentarisch herumklüngelt, wenn sie nicht gar, wie im Europaparlament geschehen, bei der NATO-Bombardierung Libyens die Initiative ergriff (Lothar Bisky). Das Ziel ist die Parteienkopulation – oder sagt man Koalition? – der alten mit der gelifteten Sozialdemokratie, damit »zusammenwächst, was zusammengehört«, wie der alte Heuchler und Verfassungsbrecher Willy Brandt (diesmal Art. 3,3 und 33,2–3) einmal in anderem Zusammenhang äußerte.
Die letzten zehn Jahre: sind schließlich die Zeit des immer schneller hämmernden, lauter dröhnenden Stakkatos imperialistischer Aggressionen. Der rechtmäßige Präsident des Irak, Saddam Hussein, wurde gehängt wie ein dahergelaufener Strauchdieb und seine Leiche auf dem Schindanger verscharrt, auf dem rund eine Million seiner Landsleute, auch sie Opfer amerikanischer Kriegsverbrechen, ihm vorangegangen waren. Der Libyer Ghaddafi wurde von einem mordgeilen Mob gelyncht; scheußliche Details seiner Mißhandlung – dem durch einen Bauchschuß tödlich Verletzten soll ein Stock in den Anus gerammt worden sein – sickerten eher gerüchteweise durch, wurden aber dem »gesunden Volkszorn« gutgeschrieben. An solchen Freunden erkennt man den »freien Westen«, wie er leibt und lebt, und die Verkommenheit des konkurrenzlosen, weltumspannenden (»globalen«) Imperium Americanum, dessen verheuchelte Bösartigkeit als selbstlose Freiheitsliebe ausgegeben wird. Kaum jemand führt sich vor Augen, daß die US-Kriege der letzten 60 Jahre ein Mehrfaches der Toten von Auschwitz erfordert haben (da kann man den Butzemann Hitler immer wieder gut gebrauchen). Ob Bush der Böse oder Obama der Gute, ob mit oder ohne Friedensnobelpreis: die Serie der US-Aggressionen nimmt an Dichte und Brutalität zu, da sie weder auf einen nennenswerten inneren noch äußeren Widerstand stoßen (nur in ihren Filmproduktionen kämpfen die edelmütigen amerikanischen Freiheitshelden gegen wildgewordene Aliens und gewinnen natürlich; hätte Goebbels so etwas fabriziert, würde man das mit dem besten Gewissen der Welt entsetzlich plump und bescheuert finden).
In dem Moment, in dem diese Zeilen zu Papier gebracht wurden, wetzte man die Messer gegen Syrien und Iran, während die ungeheure Landmasse zwischen der östlichen Mittelmeerküste und der chinesischen Westgrenze umgekrempelt und »neu geordnet« wird, in orchestrierten Fake-Revolutionen, in systematischen Destabilisierungen noch halbwegs souveräner Staaten und in militärischen Überfällen mit dem Atomknüppel in Reserve. Ja, man vernimmt mit freilich mäßigem Erstaunen, daß der amerikanische Weltherrscher die Schaffung künstlicher Staatengebilde, Staatshybriden gewissermaßen, wie es sie fast zwei Händevoll auf dem Gebiet des früheren Jugoslawien gibt, ins Auge faßt. So wurde beispielsweise ein »Freies Belutschistan« »angedacht«, bestehend aus den Trümmerteilen Pakistans, Irans und Afghanistans. Auch ein »Freies Kurdistan« ist in der Debatte, zusammengestückelt aus Territorialfetzen der Türkei, Iraks, Irans und Syriens. Selbst das handabhackende Hätschelkind Saudi-Arabien soll nicht länger tabu sein: dieser ölhaltige Wüstenstrich mit seinen fettgefressenen Feudaldespoten sei wie alle anderen »naturwüchsig« entstandenen Staaten in Wirklichkeit »unnatürlich«, und deshalb soll Saudi-Arabien Gebiete an kleinere Nachbarländer abtreten, wie Jordanien und Jemen, und auf einen »Islamischen Heiligen Staat« um Mekka und Medina zusammengestutzt werden. So lohnt Satan seine Diener ...
All das ist nicht schön. Noch sind es Planspiele von US-Militärs in Fachzeitschriften, aber an der finsteren Entschlossenheit, diese Vorhaben in die Tat umzusetzen, kann kein Zweifel bestehen. Die jüngeren unter den Lesern werden als Zeitzeugen vielleicht ein atomares Showdown gegen China erleben müssen, wenn es nicht wie die Sowjetunion kapituliert. Texas, Arizona und Kalifornien werden jedenfalls nicht Mexiko zugesprochen werden, wo sie »eigentlich« hingehören, würde man mit gleicher Elle messen.
Tut man aber nicht. Dieses zweierlei Maß ist obszön, und vielleicht regt es den einen oder anderen zu eigenen Nachforschungen an, frei von dem Einheitsgebell der gleichgeschalteten Medien. Dafür – für die eigene Verstandestätigkeit – ist das vorliegende Buch ein vorzügliches Vademecum. Selbst wenn der aus der Feuertaufe des antifaschistischen Widerstandskampfes gehobene Staat der Südslawen (»Jugoslawen«) unwiderruflich der Vergangenheit angehört und die konkret benennbaren Machenschaften, die zu seiner Zerschlagung führten, im kollektiven Vergessen allmählich untergehen, sich nebelhaft verwischen und gestanzten Propagandaphrasen weichen, selbst wenn das gewesene Jugoslawien mittlerweile an die Peripherie der neuesten weltumspannenden imperialistischen Verbrechen gerückt ist, so läßt sich an seinem Beispiel doch begreifen, »wie alles anfing« (genaugenommen bestand die erste monoimperialistische Schandtat allerdings in der Zerstörung des Irak und der Aushungerung seiner Bewohner unter Bush I. und Clinton dem Halbguten). Damit läßt sich auch die Gegenwart besser begreifen: nicht als chaotische Abfolge zufälliger Ereignisse, sondern als ein mit eigener Gesetzmäßigkeit ablaufender Prozeß, in dem es Täter und Opfer, Nutznießer und Geschädigte gibt.
Einen besseren Dienst kann ein historisches Buch nicht leisten.

Peter Priskil, im Februar 2012





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