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Siegwart-Horst Günther

Uran-Geschosse:
Schwergeschädigte Soldaten, mißgebildete Neugeborene, sterbende Kinder

Siegwart-Horst Günther - Uran-Geschosse Über den Autor

92 S., 57 Abb. davon 14 in Farbe, 8 Faks., 2. erw. Aufl.
deutsch / englisch / französisch
EUR 12,-

ISBN: 978-3-89484-805-7
(ISBN-10: 3-89484-805-7)
Wir veröffentlichten diese Dokumentation bereits 1996
1. Auflage 1996; 2. Auflage 2000
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Professor Siegwart-Horst Günther hat als Präsident des Gelben Kreuzes International zahlreiche Hilfslieferungen für die hungernde und kranke irakische Bevölkerung organisiert und selbst durchgeführt.

Es ist indes nicht nur sein selbstloser, der Humanität verpflichteter Einsatz, der den Arzt und Wissenschaftler auszeichnet, sondern vor allem die - in Deutschland weitgehend unbekannte - Tatsache, daß er einem bis dahin geheimgehaltenen amerikanischen Kriegsverbrechen auf die Spur kam und es der internationalen Öffentlichkeit mitteilte. In seiner Eigenschaft als Professor für Infektionskrankheiten und Epidemiologie an der Universität Bagdad stieß der Mediziner bei der Untersuchung seiner Kinderpatienten auf ein bislang unbekanntes Krankheitsbild. Weitere Nachforschungen ergaben, daß diese bei Mensch und Tier zu beobachtenden, regelmäßig zu einem qualvollen Tod führenden Krankheitssymptome von einer neuen Waffentechnik herrühren, die bei der Zerstörung des Irak, später auch auf dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawien zum Einsatz kam: der Verwendung von Geschoßkernen mit abgereichertem Uran. Die tonnenweise im Irak zerstreuten Geschoßreste sind aufgrund ihrer radioaktiven Strahlung hochtoxisch und erzeugen - um nichts anderes handelt es sich nämlich - das sogenannte "Golfkriegssyndrom", über das die deutsche Presse bezeichnenderweise nur dann berichtet, wenn US-Veteranen und deren Kinder von dieser Krankheit befallen sind (und fast immer ohne Angabe der Krankheitsursache).

Die Verwendung radioaktiv verseuchter Kampfmittel durch die amerikanischen Truppen stellt eine neue Dimension des Kriegsverbrechens dar wie seinerzeit, während des Vietnamkriegs, das tonnenweise eingesetzte chemische Kampfgift "Agent Orange". Diesmal gesellte sich zum militärischen Nutzen - der erhöhten Durchschlagskraft der Geschosse - der für die USA bequeme Umstand, den gefährlichen Abfall ihrer Atomindustrie kostengünstig "entsorgen" zu können. Der Irak der Gegenwart und auch Teile Ex-Jugoslawiens sind also Atommüllhalden - mit entsetzlichen Folgen für die Bevölkerung, wie die Bilder dieser Dokumentation belegen.

Uran Geschosse: Schwergeschädigte Soldaten, mißgebildete Neugeborene, sterbende Kinder
Eine Dokumentation der Folgen des Golfkrieges, 1993-1995
Uranium Projectiles: Severely Maimed Soldiers, Deformed Babies, Dying Children
Documentation of the aftermaths of the Gulf War 1993-1995
Projectiles d'uranium: Militaires gravement mutilé, nouveau-nés difformes, enfants mourants
Une documentation des suites de la guerre du Golfe, 1993-1995

Mit Geleitworten von / With prefactory notes by / Avec préfaces de
Tony Benn, Ramsey Clark, Margarita Papandreou, Freimut Seidel


»Das erste Opfer auch dieses Krieges ... war die Wahrheit. Um so bemerkenswerter ist die Dokumentation über die Folgen des Golfkrieges, weil hier die Wahrheit über eine neue Dimension des Kriegsverbrechens dokumentiert wird«
Antifa

»Geschosse aus abgereichertem Uran sind eine Bedrohung für das Leben dieser und kommender Generationen. Die gedankenlose Anhäufung dieser gefährlichen Waffen muß sofort beendet und ihre Produktion vollständig verboten werden. Die ganze Menschheit ist Siegwart-Horst Günther zu Dank verpflichtet für seine Pionierarbeit zur Aufdeckung dieser Bedrohung.«
Ramsey Clark, ehemaliger US-Justizminister

»Bereits seit Jahren hat er immer wieder gewarnt, auf die verheerenden Wirkungen von Uran-Munition aufmerksam gemacht. Doch es interessierte kaum jemanden - hierzulande zumindest. [...] Der Arzt und Wissenschaftler Siegwart-Horst Günther hat am Beispiel der Folgen des Golfkriegs 1993 bis 1995 erstmals die Gefährlichkeit von Uran-Munition für Leib und Leben nicht nur derjenigen, die von ihr getroffen werden, sondern auch jenen, die auf die eine oder andere Weise mit ihr in Berührung kamen, nachgewiesen. Uran-Geschosse aus der US-Waffenschmiede haben bei Irakern sowie amerikanischen und britischen Soldaten verheerende Gesundheitsschäden hinterlassen. In einer Dokumentation, die jetzt in erweiterter und aktualisierter Auflage erschien, schildert er, wie der Kontakt mit DU-Munition zu Leukämie oder anderen Krebsbildungen und aplastischer Anämie (Knochenmark), zu Aborten und Frühgeburten bei Schwangeren führt. Seine Studie fand weltweit Aufmerksamkeit.«
Neues Deutschland

»Protokoll der Unmenschlichkeit und aufrüttelnde Dokumentation ist Prof. Dr. Dr. Günthers kürzlich beim Ahriman-Verlag (Freiburg) erschienene Publikation ...«
ÖASG-Journal (Österreichische Albert-Schweitzer-Gesellschaft)


Ebenfalls bei uns erhältlich:

Siegwart-Horst Günther
Stumme Zeugen eines Krieges
Eine Dokumentation 1990-1993




Vorwort zur zweiten Auflage

Wissen ist Macht - wie falsch diese von Lehrern und Massenmedien gebetsmühlenhaft wiederholte Formel ist (und schon immer war), zeigt sich erneut daran, daß die vorliegende Dokumentation von Professor Siegwart-Horst Günther erst jetzt einer neuen Auflage bedarf. Denn einerseits muß dieses Wissen erst einmal verbreitet werden; welche Schwierigkeiten Verlag und Verfasser dabei hatten und haben - zuletzt wurde Prof. Günther eine Zwangspsychiatrisierung angedroht -, kann der Interessierte dieser Broschüre und im übrigen dem Periodikum KETZERBRIEFE entnehmen. Andererseits aber existiert inzwischen eine enorme gesellschaftliche Indolenz gegenüber politischen Fragen: Interesse an diesen besteht nur, wenn und soweit es bestehen "darf"; und was nicht "statthaft" ist, hat der NATO-Bürger mittlerweile zu riechen gelernt. Diese Regel wird leider nur durch wenige Ausnahmen bestätigt.

Der Krieg gegen den Irak ist auch jetzt - im Sommer 2000 - noch nicht beendet. Nahezu täglich wird das Land von amerikanischem oder britischem Militär bombardiert. Das seit nunmehr 10 Jahren anhaltende Embargo kostete inzwischen mehr als eineinhalb Millionen Irakern das Leben (ein Verbrechen, das unlängst treffend als das "stille Äquivalent von zehn Hiroshima-Bomben" bezeichnet wurde), monatlich sterben mehrere tausend Menschen; eine Million Kinder unter fünf Jahren sind nach UN-Feststellungen unterernährt. - Wie war das noch mal mit der Waffensucherei? Immer noch nicht fertig? Zu suchen vergessen? Oder welcher Scheißdreck wird uns demnächst aufs Butterbrot gestrichen?
In den Wochen der Bombardierung Serbiens, als Prof. Günther seine Dokumentation den Ministerien längst vorgelegt hatte, log der grüne Minister J. Fischer noch, es sei davon auszugehen, daß durch Uran-Geschosse "Gefährdungen für Mensch und Umwelt nicht auftreten", während das britische Verteidigungsministerium seine Soldaten angewiesen hatte, sich keinen Objekten zu nähern, die von Uran-Geschossen getroffen worden sein könnten; sollte dies im Einzelfall unerläßlich sein, so nur mit speziellen Instruktionen, spezieller Schutzkleidung und speziellen Atemgeräten. Leider erst Jahre nach Erscheinen der ersten Auflage dieser Broschüre, aber immer noch etwa ein Jahr vor Fischers Lüge hatte auch die britische medizinische Fachzeitschrift 'Lancet' auf eine durch Uran-Muniton verursachte stark erhöhte Krebsrate hingewiesen. Zwischenzeitlich hat ein britisches Team die Untersuchungen Prof. Günthers bestätigt und eine britische Entsorgungsfirma den von Kuwait erhaltenen Auftrag, abgereichertes Uran auf kuwaitischem Gebiet zu entfernen, als zu gefährlich abgelehnt. Vor kurzem haben britische Ärzte auch bei in Serbien eingesetzten britischen Soldaten schwere Symptome festgestellt, die sie auf abgereichertes Uran zurückführen, und es wird zwischenzeitlich auch zugegeben, daß das sogenannte "Golfskriegssyndrom" bei NATO-Soldaten in nichts anderem seine Ursache hat. Mittlerweile sollen bereits über viertausend GIs und mindestens 100 Briten an "Morbus Günther" und anderen durch abgereichertes Uran verursachten Krankheitserscheinungen gestorben sein. (Um die ist es freilich nicht schade - cf. Matth. 26, 52.)

Der Einsatz und die Folgen von abgereichertem Uran wurden lange wie eine paranoide Fiktion behandelt - inzwischen sind wir weiter, denn jetzt handelt es sich offenbar um eine Selbstverständlichkeit. Es ist das bis zum Erbrechen gleiche Spiel: erst wird gelogen, dann zugeschlagen, schließlich - unauffällig, aber doch für jeden erkennbar - dementiert. Entsetzlich aber ist es, daß angesichts dieser Tatsachen kein Aufschrei der Empörung erfolgt; dies ist ein untrüglicher Beweis für das gänzlich fehlende gesellschaftliche Unrechtsbewußtsein und, als dessen Voraussetzung, für das abgründig tendenziös schlechte Gedächtnis der Bevölkerung jedenfalls der NATO-Staaten.

Mit der jetzt in zweiter, erweiterter Auflage vorliegenden Dokumentation und mit seinen zahlreichen Vorträgen im In- und Ausland kommt Prof. Siegwart-Horst Günther das Verdienst zu, beständig die geschilderten Tatsachen bekannt gemacht zu haben. Mögen die folgenden Seiten die Vergeßlichkeit wenigstens ein bißchen behindern!

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